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FAQ

Welche Ärzte sind in Deutschland gefragt?

Derzeit sind Anästhesisten, Internisten aller Fachrichtungen, Chirurgen, Unfallchirurgen, Gynäkologen, Hausärzte, Psychiater, Neurologen, Rehabilitologen und Kinderärzte am meisten gefragt.

Ist es möglich, eine Stelle in einer anderen Fachrichtung zu bekommen, als die, in der ich in meinem Heimatlande gearbeitet habe?

Ja, in Deutschland können Sie eine Stelle in einer völlig anderen Fachrichtung bekommen, unabhängig davon, in welcher Fachrichtung Sie zuvor gearbeitet haben.

Wie viel kostet ein Umzug nach Deutschland?

Zu Beginn des Beschäftigungsprozesses in Deutschland muss der Arzt folgende Ausgaben berücksichtigen:

  • Apostillierung von Dokumenten
  • beeidigte Übersetzungen
  • Transportkosten
  • Lebenshaltungskosten
  • staatliche Gebühren

Jeder Beschäftigungsfall ist individuell, es ist schwierig, im Voraus genau den Betrag zu bestimmen, der für den Umzug für Sie erforderlich ist. Dieser Betrag hängt von vielen Faktoren ab, darunter dem Erfolg von Vorstellungsgesprächen und Sprachprüfungen usw. Erfahrungsgemäß kostet der Umzug im Durchschnitt 3.000 €. Darüber hinaus benötigen Sie etwa 500€ - 2.000 € für beeidigte Übersetzungen von Dokumenten (abhängig davon, ob ein Studienplan übersetzt werden muss, der durchschnittlich 115 Seiten umfasst).

Welche Organisation ist zuständig für die Anerkennung von ausländischen Arztdiplomen?

Alle ausländischen Ärzte, die in Deutschland ärztlich tätig werden wollen, müssen ihr Arztdiplom (ärztliche Ausbildung) von der zuständigen Landesbehörde anerkennen lassen. In einigen Bundesländern gibt es lediglich eine Approbationsbehörde, andere Bundesländer haben mehrere Approbationsbehörden in den verschiedenen Regionen. Zuständig ist die Behörde, in deren Einzugsbereich der Arzt arbeiten will.

 

Für die Anerkennung von Facharztdiplomen sind die Landesärztekammern zuständig. Die Anerkennung des Facharztdiploms obliegt der Landesärztekammer, in deren Einzugsgebiet der Arzt arbeiten will. Die meisten Heilberufe- und Kammergesetze setzen daneben auch eine Mitgliedschaft in der Ärztekammer voraus.

Ist eine Arbeitsplatzzusicherung oder der Nachweis eines Wohnsitzes in Deutschland Voraussetzung, um einen Antrag auf Approbation oder Berufserlaubnis stellen zu können?

Eine Arbeitsplatzzusicherung oder der Nachweis eines Wohnsitzes in Deutschland ist keine Voraussetzung, um einen Antrag auf Approbation oder Berufserlaubnis stellen zu können. Der erklärte Wille des Antragstellers, im Einzugsbereich der Behörde eine ärztliche Tätigkeit aufnehmen zu wollen, reicht aus (vgl. § 3 Verwaltungsverfahrensgesetze und § 12 Abs. 3 Bundesärzteordnung). In der Praxis wird jedoch häufig eines der oben genannten Dokumente von Ihnen verlangt.

Kann ich die Gleichwertigkeit meiner ärztlichen Ausbildung überprüfen lassen, auch wenn ich die für die Approbation erforderlichen Deutschkenntnisse noch nicht nachweisen kann?

Ärzten, die ihre ärztliche Ausbildung außerhalb Deutschlands absolviert haben, ist auf Antrag ein gesonderter Bescheid über die Gleichwertigkeit der Berufsqualifikation zu erteilen. Der Nachweis von Deutschkenntnissen ist hierfür nicht erforderlich. Die Approbation wird jedoch erst ausgestellt, wenn die notwendigen Deutschkenntnisse vorliegen und alle anderen Voraussetzungen erfüllt worden sind.

Kann ich bei mehreren Approbationsbehörden gleichzeitig einen Antrag auf Approbation oder Berufserlaubnis stellen?

Nein. Der Antrag auf Approbation oder Berufserlaubnis darf nur bei der Behörde gestellt werden, in deren Einzugsbereich die ärztliche Tätigkeit angestrebt wird. Der Arzt muss sich also vor der Antragstellung entscheiden, in welcher Region er arbeiten will.

Welche Dokumente müssen für die Anerkennung eingereicht werden?

Die zuständige Approbationsbehörde erteilt Auskunft, welche Unterlagen für die Anerkennung des Arztdiploms notwendig sind.

 

Die zuständige Landesärztekammer erteilt Auskunft, welche Unterlagen für die Anerkennung des Facharztdiploms erforderlich sind.

Welche Rolle spielt die Staatsbürgerschaft bei der Erteilung der Approbation?

Seit dem Inkrafttreten des sogenannten Anerkennungsgesetzes am 1. April 2012 spielt die Staatsbürgerschaft bei der Erteilung der Approbation keine Rolle mehr.

Ich habe meine Ausbildung in einem Drittstaat (Staat gehört nicht zum Europäischen Wirtschaftsraum/Schweiz) absolviert. Wird mein Diplom anerkannt?

Arztdiplome, die außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes und der Schweiz erworben wurden, werden in Deutschland zunächst einer Gleichwertigkeitsprüfung durch die zuständige Approbationsbehörde unterzogen. Stellt die zuständige Behörde fest, dass eine Gleichwertigkeit des ausländischen Diploms gegeben ist oder Unterschiede in der Ausbildung durch einschlägige Berufserfahrung oder andere anerkannte Kenntnisse und Fähigkeiten (lebenslanges Lernen) ausgeglichen werden können und alle weiteren Voraussetzungen (Deutschkenntnisse, keine Straftaten, gesundheitliche Eignung etc.) vorliegen, erteilt sie die Approbation.

 

Vertritt die zuständige Behörde die Auffassung, dass signifikante Unterschiede zwischen der ärztlichen Ausbildung des Ausbildungslandes und der ärztlichen Ausbildung in Deutschland vorliegen, kann sie auf das Ablegen einer Kenntnisprüfung (siehe Fragen 15-18) bestehen, sofern die Unterschiede in der Ausbildung nicht durch einschlägige Berufserfahrung oder andere anerkannte Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeglichen werden können. Die Berufserfahrung, Kenntnisse und Fähigkeiten können weltweit erworben worden sein.

 

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass die Approbationsbehörde die ärztliche Ausbildung als nicht gleichwertig einstuft und aufgrund gravierender Abweichungen auch keine Kenntnisprüfung zum Nachweis eines gleichwertigen Kenntnisstandes angeboten wird. In diesen Fällen (ca. 1% der Anträge) ist eine ärztliche Tätigkeit in Deutschland nicht möglich.

 

Bei der Gleichwertigkeitsprüfung und der Bewertung der Berufserfahrung und anderer anerkannter Kenntnisse und Fähigkeiten handelt es sich um eine Einzelfallprüfung durch die zuständige Behörde. Die gesetzlich vorgesehene Frist für die Gleichwertigkeitsprüfung beträgt maximal vier Monate nach Eingang aller erforderlichen Dokumente bei der zuständigen Approbationsbehörde. Leider wird diese Frist häufig überschritten.

Ich habe meine ärztliche Ausbildung in einem Drittstaat (z.B. Argentinien) absolviert und eine Anerkennung in einem Mitgliedsstaat der EU (z.B. Spanien) erhalten. Wird meine ärztliche Ausbildung in Deutschland automatisch anerkannt?

Nein, eine in einem Drittstaat absolvierte ärztliche Ausbildung wird grundsätzlich einem individuellen Gleichwertigkeitsverfahren (siehe Frage 11) unterzogen, auch wenn eine Anerkennung in einem EU-Mitgliedsstaat vorliegt. Dies gilt auch dann, wenn der Arzt in dem EU-Land mindestens drei Jahre tätig war. Werden Unterschiede in der ärztlichen Ausbildung festgestellt, die nicht durch Berufserfahrung oder sonstige anerkannte Kenntnisse oder Fähigkeiten ausgeglichen werden können, muss der Arzt aber anstelle der Kenntnisprüfung eine Eignungsprüfung ablegen. Gegenstand der Eignungsprüfung sind die Fächer, in denen Unterschiede festgestellt worden sind.

Ich habe mein Medizinstudium im Ausland abgeschlossen, aber eine sich anschließende verpflichtende praktische Phase (z.B. Internship, Internatur, Foundation Year) noch nicht absolviert. Was soll ich tun, wenn ich in Deutschland ärztlich tätig werden möchte?

Es wird dringend empfohlen, zunächst die verpflichtende praktische Phase im Ausbildungsland zu absolvieren und erst nach vollständigem Abschluss der ärztlichen Ausbildung nach Deutschland zu kommen. Sich mit einer nicht abgeschlossenen ärztlichen Ausbildung beruflich in Deutschland zu integrieren, ist extrem schwierig.

 

Wenn Sie jedoch in dem Land, in dem Sie Ihr medizinisches Studium abgeschlossen haben, nach Abschluss Ihres Studiums sofort als Arzt arbeiten dürfen, ohne eine Weiterbildung machen zu müssen, können Sie eine Berufserlaubnis beantragen. Um in diesem Fall eine Approbation zu bekommen, müssen Sie die Kenntnisprüfung bestehen.

Was ist eine Kenntnisprüfung?

Die Kenntnisprüfung bezieht sich auf den Inhalt des deutschen Studiums. Der ausländische Arzt muss nachweisen, dass er über das gleiche Wissen verfügt, das von einheimischen Absolventen medizinischer Hochschulen verlangt wird. Seit dem Inkrafttreten einer Rechtsverordnung am 1. Januar 2014 liegt der Schwerpunkt der Prüfung auf den Fächern Innere Medizin und Chirurgie. Die Fragestellungen sollen ergänzend folgende Aspekte berücksichtigen: Notfallmedizin, Klinische Pharmakologie /Pharmakotherapie, Bildgebende Verfahren, Strahlenschutz, Rechtsfragen der ärztlichen Berufsausübung. Zusätzlich kann die zuständige Behörde im Vorfeld der Prüfung ein Fach oder einen Querschnittsbereich als prüfungsrelevant festlegen, in dem sie wesentliche Unterschiede zwischen der ärztlichen Ausbildung in Deutschland und der Ausbildung des Antragstellers festgestellt hat.

 

Die Kenntnisprüfung ist eine mündlich-praktische Prüfung mit Patientenvorstellung und dauert zwischen 60 und 90 Minuten. Sie kann maximal zwei Mal wiederholt werden (also, insgesamt gibt es drei Versuche). Ein Termin für die Kenntnisprüfung muss dem Antragsteller innerhalb von sechs Monaten nach der Entscheidung angeboten werden. Leider wird diese Frist häufig überschritten.

Muss ich mit einer Berufserlaubnis arbeiten, um die Kenntnisprüfung ablegen zu können?

Seit dem Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes wird die Berufserlaubnis hauptsächlich zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung erteilt, jedoch ist das Arbeiten mit einer Berufserlaubnis keine Voraussetzung, um zur Kenntnisprüfung zugelassen zu werden.

 

Es gibt keine Garantie dafür, dass die Kenntnisprüfung erfolgreich gemeistert wird, wenn zuvor mit einer Berufserlaubnis in Deutschland gearbeitet worden ist. Eine zusätzliche gute theoretische Vorbereitung auf diese Prüfung ist deshalb sehr zu empfehlen.

Wie kann ich mich auf die Kenntnisprüfung vorbereiten?

Neben dem Arbeiten mit einer Berufserlaubnis offerieren verschiedene Institute in Deutschland Vorbereitungskurse auf die Kenntnisprüfung. Folgende Träger sind nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung der Arbeitsförderung (AZAV) der Bundesagentur für Arbeit zertifiziert und nehmen Gutscheine der Arbeitsagenturen an:

  • berami-Akademie Frankfurt (https://berami-akademie.de/)
  • Freiburg International Academy (https://www.fia.academy)
  • Gemeinnützige Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen mbH Berlin (www.gfbm.de)
  • Interkulturelle Bildung Hamburg (www.ibhev.de)
  • Kulturakademie Dresden (www.kulturakademie-dresden.de)
  • maxQ. im bfw Unternehmen für Bildung (www.maxq.net)
  • medisim Köln (www.medisim.com)
  • mibeg-Institut Medizin (www.mibeg.de)
  • ProBildung Leipzig (https://probildung.org)
  • ProBildung Leipzig (https://probildung.org)
  • mibeg-Institut (https://www.mibeg.de/medizin/iquamed/)

 

Ärztinnen und Ärzte, die sich auf die Kenntnisprüfung vorbereiten, können zudem das digitale, medizinische Lernprogramm AMBOSS zum besonderen Vorteilspreis nutzen. Das Lehrbuch, Nachschlagewerk und Kreuzprogramm ist die Nummer 1 der Medizinstudierenden zur Vorbereitung auf ihr Staatsexamen und bietet auch im späteren Klinikalltag viele hilfreiche Funktionen als Nachschlagewerk. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.amboss.com/de

Was kostet die Kenntnisprüfung?

Die Gebühren für die Kenntnisprüfung variieren zwischen den einzelnen Bundesländern. Sie liegen zwischen € 350 in Schleswig-Holstein und € 1.100 in Hessen oder Rheinland-Pfalz.

 

Da sich die Gebühren jederzeit ändern können, wird dringend empfohlen, sich bei der zuständigen Behörde nach den aktuellen Prüfungsgebühren zu erkundigen.

Wie werde ich bezahlt, wenn ich mit einer Berufserlaubnis arbeite?

In der Regel besteht es Anspruch auf eine tarifgerechte Bezahlung, da der ausländische Arzt auch mit einer Berufserlaubnis ärztlich tätig ist.

Für welchen Zeitraum kann eine Berufserlaubnis maximal ausgestellt werden?

Seit dem 1. April 2012 wird eine Berufserlaubnis nur noch für maximal 2 Jahre ausgestellt. Eine Erteilung oder Verlängerung über diesen Zeitraum hinaus ist nur im besonderen Einzelfall oder aus Gründen der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung möglich. Aus Gründen der ärztlichen Versorgung ist sie auch nur dann zulässig, wenn ein gleichwertiger Kenntnisstand nachgewiesen ist. Die Berufserlaubnis wird in diesem Fall auf das jeweilige Fachgebiet beschränkt.

Welche sprachlichen Voraussetzungen müssen für die Erteilung der Approbation erfüllt sein?

Eine Grundvoraussetzung, die jeder ausländische Arzt erfüllen muss, der in Deutschland tätig werden möchte, ist der Nachweis von angemessenen Deutschkenntnissen. Der Arzt muss die Behörde kontaktieren, in deren Einzugsbereich er seine Arbeit aufnehmen will. Die zuständige Behörde entscheidet, welche Zertifikate/Nachweise sie anerkennt.

 

Mit dem Ziel, eine Vereinheitlichung der Anforderungen herzustellen, hat sich die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) im Juni 2014 auf Eckpunkte für die erforderlichen Deutschkenntnisse verständigt. Man einigte sich unter anderem darauf, dass ausländische Ärzte mindestens über das allgemeinsprachliche Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) verfügen müssen. Zusätzlich ist ein spezieller Fachsprachentest zu absolvieren, der sich am Niveau C1 des GER orientieren soll.

 

In allen Bundesländern wird mittlerweile das allgemeinsprachliche Niveau B2 gefordert und es ist eine Fachsprachenprüfung C1 zu absolvieren.

 

Da sich die Anforderungen jederzeit ändern können, wird dringend empfohlen, sich bei der zuständigen Approbationsbehörde nach den aktuellen Bestimmungen zu erkundigen.

Welche sprachlichen Voraussetzungen müssen für die Erteilung der Berufserlaubnis erfüllt sein?

In den meisten Bundesländern sind an die Erteilung der Berufserlaubnis dieselben sprachlichen Anforderungen geknüpft wie an die Approbationserteilung (siehe Frage 21). Abweichungen gibt es in folgenden Bundesländern:

 

Baden-Württemberg: Prüfungszertifikat B2 (GER) eines anerkannten Sprachinstituts. Die Fachsprachenprüfung der Ärztekammer Baden-Württemberg muss zügig nachgereicht werden.

 

Berlin: Prüfungszertifikat B2 (GER) von telc, Goethe-Institut oder TestDaF

 

Bremen: Prüfungszertifikat B2 (GER) eines anerkannten Sprachinstituts und persönliche Vorsprache bei der Behörde

 

Hamburg: Prüfungszertifikat B2 (GER) eines anerkannten Sprachinstituts (Bei eventueller Verlängerung der Berufserlaubnis über 1 Jahr muss zusätzlich die Fachsprachenprüfung der Landesärztekammer Hamburg Niveau C1 absolviert werden.)

 

Da sich die Anforderungen jederzeit ändern können und in begründeten Ausnahmefällen auch Abweichungen möglich sind, wird dringend empfohlen, sich bei der zuständigen Approbationsbehörde nach den aktuellen Bestimmungen zu erkundigen.

Was kostet die Fachsprachenprüfung C1?

Die Gebühren für die Fachsprachenprüfung en C1 variieren zwischen den einzelnen Anbietern. Sie liegen derzeit zwischen € 300 für die Fachsprachenprüfung der Landesärztekammer Nordrhein und € 490 für die Fachsprachenprüfung der berami-Akademie.

 

Da sich die Gebühren jederzeit ändern können, wird dringend empfohlen, sich beim zuständigen Anbieter nach dem aktuellen Stand zu erkundigen. Bitte beachten Sie auch, dass Sie den Anbieter nicht frei wählen können, sondern die Sprachanforderungen der jeweils zuständigen Approbationsbehörde erfüllen müssen (siehe Frage 21).

Welche Organisation ist für die Weiterbildung zum Facharzt zuständig?

Für alle Angelegenheiten ärztlicher Weiterbildung sind die Landesärztekammern als Körperschaften öffentlichen Rechts zuständig. Für jeden Arzt ist immer nur die Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer rechtsverbindlich, deren Mitglied er ist.

Ich bin mit einer Berufserlaubnis in Deutschland tätig. Können mir die Zeiten ärztlicher Tätigkeit mit einer Berufserlaubnis später auf die Weiterbildung zum Facharzt angerechnet werden?

Seit dem 18. Januar 2016 werden die Zeiten ärztlicher Tätigkeit ohne eine Approbation auf die Weiterbildung zum Facharzt nicht angerechnet werden (EU Richtlinie 2013/55/EU).

 

Auskünfte über die Umsetzungen der Richtlinie in den einzelnen Bundesländern sowie etwaigen Übergangsregelungen erteilen die jeweiligen Landesärztekammern.

Muss ich mich bei der Landesärztekammer anmelden?

Ja, alle in Deutschland tätigen Ärzte müssen Mitglied der zuständigen Landesärztekammer sein. Dies gilt sowohl für Ärzte während der Weiterbildung als auch für Fachärzte.

Wie sehen die Verdienstmöglichkeiten als Arzt in Deutschland aus?

Der Marburger Bund hat als einzige Ärztegewerkschaft in Deutschland Tarifverträge mit verschiedenen Krankenhausträgern abgeschlossen. Die Gehälter und die übrigen Arbeitsbedingungen (z.B. Arbeitszeit) variieren leicht je nach Tarifvertrag.

 

In den kommunalen Krankenhäusern erhalten Ärzte derzeit ein monatliches Bruttogehalt zwischen 4.402,39 € (1. Jahr) und 5.658,97 € (6. Jahr). Die monatlichen Bruttogehälter für Fachärzte liegen zwischen 5.810,45 € (1. Jahr) und 7.462,09 € (ab dem 13. Jahr). Diesen Gehältern liegt eine 40-Stunden-Woche zugrunde. Zusätzliche Dienste und Überstunden werden extra vergütet.

 

Einen umfassenden Überblick über die Arzt-Tarife bei den verschiedenen Krankenhausträgern bietet die Berufseinstiegsbroschüre des Marburger Bundes. Bei einer Beschäftigung als angestellter Arzt oder als Facharzt im ambulanten Bereich (Praxis, Medizinisches Versorgungszentrum etc.) gelten diese Tarifverträge nicht unmittelbar, sollten aber bei der Aushandlung der Vergütung und der anderen Arbeitsbedingungen zugrunde gelegt werden. Der Marburger Bund hält hier Musteranstellungsverträge vor, die bei den Landesverbänden und/oder dem Bundesverband abgefordert werden können.

Wann fange ich die Vermittlungsprovision an Sie zu zahlen?

Wir arbeiten so transparent wie möglich. Deshalb zahlen Sie an uns die Vermittlungsprovision erst ab dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihren zweiten Gehalt in Deutschland bekommen haben.

Was passiert, wenn Sie mich aus Gründen, die von mir unabhängig sind, nicht einstellen können?

Wenn wir trotz Ihrer aktiven Teilnahme an allen von uns angebotenen Vorstellungsgesprächen und Hospitationen keine Stelle für Sie finden können, schulden Sie uns nichts. Unser Honorar wird nur für ein positives Ergebnis bezahlt - es ist im Vertrag vermerkt.

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